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Warum du müde bist, obwohl du 7-8 Stunden schläfst

Warum du müde bist, obwohl du 7–8 Stunden schläfst

Du schläfst eigentlich genug.
Deine Uhr oder dein Tracker zeigt sogar „guten Schlaf“ an.
Und trotzdem fühlst du dich morgens – oder spätestens nach den ersten Arbeitsstunden – wieder müde, unkonzentriert und leer.

Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht allein.
Vor allem bei Menschen mit viel Verantwortung ist dieses Problem weit verbreitet.


1. Schlafdauer ist nicht gleich Schlafqualität

Viele denken:
„Wenn ich lange genug schlafe, muss ich erholt sein.“

In der Realität funktioniert Schlaf aber nicht so einfach.
Auch wenn Tracker oft eine gute Nacht anzeigen, können mehrere Faktoren dafür sorgen, dass dein Körper sich nicht wirklich regeneriert.

Schlaf ist ein Zusammenspiel aus Nervensystem, Ruhe, Umgebung und mentaler Entlastung – nicht nur aus Stunden im Bett.


2. Warum Stress den Schlaf unbemerkt ruiniert

Der Stress, den wir tagsüber im Job oder im Alltag haben, wirkt stärker, als viele glauben.
Er hält unser Nervensystem dauerhaft aktiv: Puls erhöht, Gedanken kreisen, innere Unruhe.

Jede Entscheidung, jedes Problem und jeder Termin hinterlassen Spuren.
Der Körper „arbeitet“ diese Themen nachts weiter auf – genau dann, wenn er eigentlich abschalten sollte.

Das führt dazu, dass wir zwar schlafen, aber nicht wirklich zur Ruhe kommen.

Die gute Nachricht:
Es gibt einfache Dinge, die genau hier ansetzen.


3. Was viele falsch machen

Viele versuchen, das Problem mit Maßnahmen zu lösen, die gut gemeint, aber kontraproduktiv sind.

Zum Beispiel:

  • früher ins Bett gehen, obwohl man noch gar nicht müde ist
  • Alkohol zum „Runterkommen“

Alkohol ist dabei einer der größten Schlafstörer.
Er erhöht den Ruhepuls, belastet Leber und Nieren und verhindert tiefen, erholsamen Schlaf – auch wenn man schneller einschläft.

Auch das erzwungene frühe Zubettgehen bringt wenig.
Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Der Körper kommt nur zur Ruhe, wenn auch der Kopf bereit dazu ist.


4. Erste kleine Hebel, die helfen können

Kalt duschen (in Maßen)
Für viele ein echter Gamechanger.
Nicht von heute auf morgen eiskalt, sondern langsam steigern.
Das aktiviert dein Nervensystem – und hilft ihm später, besser loszulassen.

Weg vom Bildschirm
Handy, Fernseher und Laptop halten dein Gehirn im „Arbeitsmodus“.
Idealerweise bleiben sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafen aus – oder gleich außerhalb des Schlafzimmers.

Eine ruhige Abendroutine finden
Ob Meditation, ruhige Atmung oder sanfte Bewegung – das Entscheidende ist, dass dein Kopf akzeptiert:
Jetzt ist Pause.


Fazit

Wenn du müde bist, obwohl du genug schläfst, liegt das selten an der Schlafdauer allein.
Oft sind es Stress, Gewohnheiten und fehlende Übergänge zwischen Arbeit und Ruhe.

In den nächsten Artikeln schauen wir uns konkrete Hilfsmittel und Routinen an, die im Alltag wirklich funktionieren – gerade für Menschen mit viel Verantwortung.

Danke für deine Zeit.
Und denk daran: Qualität vor Quantität – besonders beim Schlaf.